90 Tage Qualifikationszeitraum im Casino Schweiz
Bedingungen, Fristbeginn, Umsatzberechnung und Auszahlung bei Casino-Aktionen mit begrenztem Qualifikationszeitraum.

Was ein 90-tägiger Qualifikationszeitraum beim Casino-Bonus tatsächlich bedeutet
Ein 90-tägiger Qualifikationszeitraum bezeichnet eine klar begrenzte Frist, innerhalb derer die Bedingungen einer Casino-Aktion erfüllt werden müssen. Entscheidend ist nicht die blosse Dauer des Kontos und auch nicht die Zeit, während der ein Casino allgemein genutzt werden kann. Gemeint ist der Zeitraum, in dem bonusberechtigte Einsätze, Umsätze oder andere ausdrücklich genannte Voraussetzungen anerkannt werden.
Die Frist beginnt nicht zwangsläufig mit der Kontoeröffnung. Massgeblich kann die Aktivierung des Bonus, die Einzahlung, die Annahme der Aktion oder ein anderer Zeitpunkt sein, den die Bonusbedingungen festlegen. Fehlt eine solche Angabe, bleibt unklar, wann die Frist tatsächlich zu laufen beginnt. Bei einer finanziellen Aktion ist diese Unklarheit keine redaktionelle Nebensache, sondern ein offenes Vertragsmerkmal.
Qualifikationszeitraum und Gültigkeitsdauer
Die Begriffe werden in Bonusbedingungen nicht immer sauber getrennt. Ein Qualifikationszeitraum beschreibt den Abschnitt, in dem ein bestimmtes Verhalten für die Aktion zählt. Die Gültigkeitsdauer kann dagegen den Zeitraum bezeichnen, in dem der Bonus selbst verfügbar bleibt. In manchen Bedingungen fallen beide Zeiträume zusammen. In anderen beginnt die Bonusfrist mit der Aktivierung, während eine gesonderte Frist für Freispiele, Auszahlungen oder die Verifizierung gilt.
Diese Übersicht ordnet Anbieter für das Thema „freie 90 Tage Qualifikationszeitraum Casino Schweiz 2026“ ein. Im Mittelpunkt steht die nachvollziehbare Einordnung anhand der jeweils bekannten ESBK-Konzession.
Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Casino Interlaken StarVegas.ch verfügt über eine ESBK-Konzessionserweiterung des Casino Interlaken. Damit ist der Anbieter in der Schweizer Online-Casino-Landschaft entsprechend konzessioniert.
Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Casinò Lugano Swiss4Win.ch ist mit einer ESBK-Konzessionserweiterung des Casinò Lugano verbunden. Diese Konzessionsbasis macht den Anbieter für die Einordnung im Schweizer Markt relevant.
Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Grand Casino Bern 7Melons.ch verfügt über eine ESBK-Konzessionserweiterung des Grand Casino Bern. Der Anbieter ist damit über eine Schweizer Casino-Konzession ausgewiesen.
Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Casino Davos Casino777.ch verfügt über eine ESBK-Konzessionserweiterung des Casino Davos. Die Konzession ist das zentrale bekannte Merkmal für seine Aufnahme in diese Übersicht.
Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Casino Zürichsee AG (Pfäffikon) SwissCasinos.ch verfügt über eine ESBK-Konzessionserweiterung der Casino Zürichsee AG in Pfäffikon. Dadurch besitzt der Anbieter eine ausgewiesene Verbindung zu einer Schweizer Casino-Konzession.
Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Nr. 2023-B-14-E, Casino du Lac Meyrin Pasino.ch verfügt über die ESBK-Konzessionserweiterung Nr. 2023-B-14-E des Casino du Lac Meyrin. Diese konkrete Konzessionsangabe kennzeichnet den Anbieter im Schweizer Markt.
Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Grand Casino Luzern MyCasino.ch verfügt über eine ESBK-Konzessionserweiterung des Grand Casino Luzern. Damit ist eine Schweizer Konzessionsgrundlage für den Anbieter dokumentiert.
Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Grand Casino Baden Jackpots.ch verfügt über eine ESBK-Konzessionserweiterung des Grand Casino Baden. Diese ESBK-Konzession ist das maßgebliche bekannte Merkmal des Anbieters.
Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Casinò Mendrisio Admiral.ch verfügt über eine ESBK-Konzessionserweiterung des Casinò Mendrisio. Der Anbieter ist dadurch einer Schweizer Casino-Konzession zugeordnet.
Lizenz: ESBK — Online-Konzession Nr. 2023-B-10-E, Casinò Locarno CasiNeo.ch verfügt über die ESBK-Online-Konzession Nr. 2023-B-10-E des Casinò Locarno. Diese ausdrücklich ausgewiesene Online-Konzession macht den Anbieter für die Schweizer Einordnung relevant.
Für einen 90-tägigen Zeitraum bedeutet das daher nicht automatisch, dass jede mit dem Bonus verbundene Bedingung während dieser gesamten Zeit unverändert gilt. Freispiele können eine eigene, deutlich kürzere Frist haben. Ebenso kann die Auszahlung erst nach erfolgreicher Identitätsprüfung möglich sein. Eine lange Hauptfrist beseitigt keine kürzere Nebenfrist.
Eine belastbare Beschreibung muss deshalb mindestens erkennen lassen:
- wann die Frist beginnt;
- welche Umsätze oder Handlungen innerhalb dieses Zeitraums zählen;
- ob die Frist für den Bonus, die Gewinne oder beide gilt;
- was bei einer vorzeitigen Auszahlung geschieht;
- ob weitere Fristen für Freispiele oder Verifizierung bestehen;
- welche Folgen der Ablauf für Bonus und zugehörige Gewinne hat.
Fehlt eine dieser Angaben, lässt sich die tatsächliche wirtschaftliche Dauer der Aktion nicht allein aus der Bezeichnung „90 Tage“ ableiten.
Einordnung gegenüber kürzeren Bonusfristen
Ein einzelner Fachbeitrag ordnet die Umsatzfristen nach Bonusmodell mit sieben, vierzehn bis einundzwanzig oder dreissig Tagen ein und bezeichnet sechzig Tage und mehr als selten. Diese Einordnung stammt aus einem profilbezogenen Bonusüberblick und ist keine verbindliche Marktregel. Sie zeigt dennoch, warum ein 90-tägiger Qualifikationszeitraum auffällt: Er liegt ausserhalb der dort beschriebenen häufigeren Fristbereiche.
Ein anderer profilbezogener Bonusüberblick bezeichnet sieben bis vierzehn Tage als faire Gültigkeitsdauer und eine Frist von vierundzwanzig Stunden als unangemessen kurz. Auch diese Bewertung ist keine gesetzliche Vorgabe und bindet keinen Anbieter. Für die Beurteilung eines konkreten Angebots zählt allein die veröffentlichte Bedingung des jeweiligen Casinos.
Der Vergleich mit kürzeren Fristen verändert die zentrale Prüfung nicht. Eine längere Frist macht einen Bonus nicht automatisch besser. Sie kann die Möglichkeit erhöhen, die Bedingungen ohne Zeitdruck zu erfüllen. Gleichzeitig kann sie die Bindung an ein Bonusguthaben verlängern, während eine Auszahlung bis zum Abschluss der Anforderungen ausgeschlossen bleibt. Die Zeit arbeitet dann nicht nur zugunsten des Spielkontos.
Was innerhalb der 90 Tage tatsächlich zählt
Ein Qualifikationszeitraum ist kein allgemeines Freispielrecht. Anerkannt werden nur die Vorgänge, die in den Aktionsbedingungen als qualifizierend beschrieben sind. Je nach Angebot kann es sich um Einzahlungen, bestimmte Einsätze, die Nutzung ausgewählter Spiele oder die Erfüllung einer Umsatzbedingung handeln. Die Definition muss deshalb vor Beginn der Aktion gelesen werden, nicht erst bei einer beantragten Auszahlung.
Besonders wichtig ist die Abgrenzung zwischen Spielaktivität und qualifiziertem Umsatz. Ein Einsatz kann im Spielverlauf sichtbar sein, ohne vollständig für die Bonusbedingung zu zählen. Bestimmte Spiele oder Tischspielvarianten können vom Bonusumsatz ausgeschlossen sein. Bei anderen Spielen kann nur ein Teil des Einsatzes angerechnet werden. Der Kalender zählt also allein nicht; entscheidend ist, welche Transaktionen nach der konkreten Regelung anerkannt werden.
Auch eine Einzahlung verlängert den Zeitraum nicht automatisch. Wird während der laufenden Aktion eine weitere Einzahlung vorgenommen, kann sie einem anderen Bonus zugeordnet werden oder eine neue Promotion aktivieren. Mehrere Boni sind unter Umständen nicht kombinierbar. Eine aktive Promotion kann die Teilnahme an einer anderen Aktion ausschliessen. Die zeitliche Lage jeder Aktivierung muss daher getrennt betrachtet werden.
- Den Startpunkt der Frist (z. B. nach Einzahlung oder Aktivierung) genau prüfen.
- Die spezifischen Bedingungen für Freispiele und Verifizierung separat kontrollieren.
- Sicherstellen, dass die Identitätsprüfung rechtzeitig vor der Auszahlung abgeschlossen ist.
- Davon ausgehen, dass eine Kontosperre oder technische Störung die Frist automatisch unterbricht.
- Den Umsatzfortsatz nach Fristablauf nachträglich erwarten.
- Den Zeitraum als Garantie für Umsatzfreiheit missverstehen.
Beginn, Unterbrechung und Ende
Der Startpunkt sollte mit Datum und Uhrzeit oder zumindest mit einem eindeutig beschriebenen Ereignis feststehen. „Nach der Registrierung“ kann etwas anderes bedeuten als „nach der ersten Einzahlung“ oder „nach der Bonusaktivierung“. Für die Berechnung der verbleibenden Frist ist diese Unterscheidung relevant.
Eine Pause durch eine Kontosperre, eine technische Störung oder eine laufende Verifizierung verlängert den Zeitraum nicht automatisch. Nur wenn die Bedingungen eine Unterbrechung oder Verlängerung ausdrücklich vorsehen, darf davon ausgegangen werden, dass die Uhr angehalten wird. Eine offene Identitätsprüfung schützt daher nicht vor dem Fristablauf, sofern keine gegenteilige Regelung veröffentlicht ist.
Das Ende der Frist ist ebenso präzise zu prüfen. Entscheidend kann der Zeitpunkt sein, an dem der Einsatz platziert wurde, oder der Zeitpunkt, an dem eine Spielrunde abgeschlossen und verbucht wurde. Eine Aktivität kurz vor Ablauf kann deshalb unterschiedlich behandelt werden. Ohne klare Regelung bleibt ein Rest-Risiko bestehen, das nicht durch die blosse Bezeichnung „90 Tage“ verschwindet.
Folgen eines nicht erfüllten Umsatzes
Wird die Umsatzbedingung innerhalb des Qualifikationszeitraums nicht vollständig erfüllt, verfällt der Bonus nach Ablauf der Gültigkeitsfrist. Die zugehörigen Gewinne werden ebenfalls annulliert. Die Einzahlung bleibt bestehen. Diese Trennung ist wirtschaftlich wesentlich: Das eigene eingezahlte Guthaben wird nicht wie der Bonus behandelt, während das Bonusguthaben und die daraus entstandenen bonusbezogenen Gewinne verloren gehen können.
Eine nicht erfüllte Bedingung wird auch nicht dadurch erfüllt, dass das Casino-Konto nach Fristende offen bleibt. Das Guthaben kann weiterhin sichtbar sein, ohne noch auszahlbar zu sein. Massgeblich ist die Abrechnung nach den Bonusbedingungen, nicht die Darstellung in der Kontenübersicht.
Ebenso wenig genügt eine blosse Absicht, den Umsatz später fortzusetzen. Nach dem Ablauf der Frist endet die Anerkennung qualifizierender Aktivitäten. Ein anschliessender Einsatz gehört nicht rückwirkend zur abgelaufenen Aktion. Werden Bonus und Gewinne entfernt, lässt sich dieser Vorgang nicht durch eine spätere Spielrunde korrigieren.
Auszahlung vor oder nach Ablauf
Eine Auszahlung kann an zusätzliche Bedingungen geknüpft sein. Insbesondere ist eine Identitätsverifizierung erforderlich, bevor eine Auszahlung möglich ist. Die Verifizierung ist dabei keine Verlängerung des Qualifikationszeitraums. Sie ist eine eigenständige Voraussetzung, die innerhalb des verfügbaren Zeitfensters berücksichtigt werden muss, sofern die Bedingungen dies verlangen.
Wird eine Auszahlung beantragt, bevor der erforderliche Umsatz erfüllt ist, kann das als Beendigung der Aktion behandelt werden. Ob der Bonus entfernt wird, welche Gewinne betroffen sind und ob die Einzahlung ausgezahlt werden kann, muss aus den konkreten Regeln hervorgehen. Eine Auszahlung ohne erfüllte Umsatzbedingung darf nicht als selbstverständlich angenommen werden.
Nach Fristablauf ist die Lage eindeutiger: Bonus und zugehörige Gewinne werden annulliert, während die Einzahlung bestehen bleibt. Daraus folgt eine praktische Abgrenzung zwischen echtem Guthaben und Aktionsguthaben. Die Anzeige eines Gesamtbetrags im Konto sagt ohne diese Aufteilung nicht, welcher Betrag tatsächlich auszahlbar ist.
Ein 90-Tage-Zeitraum ist keine Umsatzfreiheit
Die Dauer von 90 Tagen verändert nur den zeitlichen Rahmen. Sie reduziert weder den Umsatzfaktor noch ersetzt sie die übrigen Bedingungen. Ein Angebot kann trotz langer Frist Anforderungen an Mindesteinzahlung, Spielgewichtung, zulässige Spiele, Verifizierung oder maximale Auszahlung enthalten. Diese Punkte gehören in eine gesonderte Prüfung und werden durch den Kalender nicht aufgehoben.
Wichtiger Hinweis
Ein längerer Zeitraum bedeutet keine Umsatzfreiheit, sondern lediglich ein grösseres Zeitfenster zur Erfüllung der Bedingungen.
Auch die Bezeichnung „qualifikationsfrei“ oder „freie 90 Tage“ wäre ohne genaue Bedingungen missverständlich. Umsatzfrei bedeutet nur dann, dass kein Mindestumsatz verlangt wird, wenn die Aktion tatsächlich ohne entsprechende Umsatzbedingung angeboten wird. Ein vermeintlich umsatzfreier Bonus kann stattdessen an einen niedrigen Umsatz gebunden sein. Die Frist allein liefert darüber keine Auskunft.
Dasselbe gilt für die Spielauswahl. Wenn Tischspiele oder bestimmte Varianten vom Bonusumsatz ausgeschlossen sind, zählen Einsätze dort nicht automatisch zur Qualifikation. Ein langer Zeitraum kann diese Einschränkung sogar verdecken, weil die verbleibende Zeit grosszügig wirkt, während nur ein enger Teil des Spielangebots angerechnet wird.
Woran eine belastbare Angabe erkennbar ist
Eine brauchbare Bonusbeschreibung nennt den 90-tägigen Qualifikationszeitraum nicht isoliert. Sie verbindet ihn mit dem Startpunkt, dem Ende und der Rechtsfolge. Fehlt die Information, ob die Einzahlung bestehen bleibt oder auch eigene Gewinne betroffen sind, ist der wirtschaftliche Wert der Frist nicht vollständig beschrieben.
Für die Prüfung der zeitlichen Regelung genügt folgende Reihenfolge:
- Start der Frist anhand des auslösenden Ereignisses bestimmen.
- Prüfen, welche Aktivitäten als qualifizierend gelten.
- Separate Fristen für Freispiele, Auszahlung und Verifizierung erfassen.
- Ausschlüsse bei Spielen und Aktionen beachten.
- Folgen des Fristablaufs für Bonus, Gewinne und Einzahlung trennen.
- Kontrollieren, ob eine aktive Aktion eine weitere Teilnahme verhindert.
Diese Punkte betreffen die zeitliche Funktion des Bonus, nicht die Berechnung eines einzelnen Bonusmodells. Erst wenn feststeht, was innerhalb der 90 Tage zählt und was nach dem Ablauf verloren geht, lässt sich die Frist sachlich bewerten. Ein längerer Zeitraum ist damit zunächst nur ein grösseres Zeitfenster — kein Beleg für eine bessere Auszahlungslage.
Freie 90 Tage im Schweizer Online-Casino: Bedingungen, Fristen und Auszahlung
Ein angeblich freier 90-Tage-Qualifikationszeitraum ist nur dann wirtschaftlich relevant, wenn die Bedingungen vollständig offengelegt sind. Die Dauer allein sagt nichts darüber aus, wie viel eingezahlt werden muss, welcher Betrag umgesetzt werden soll oder ob ein Gewinn tatsächlich auszahlbar ist. Entscheidend sind die Bemessungsgrundlage des Umsatzfaktors, die Spielgewichtung, die Verfallsregel und die Auszahlungsvoraussetzungen.
Für Schweizer Online-Casinos kommt eine weitere Prüfungsebene hinzu. Online-Spielbankenspiele dürfen in der Schweiz nur von konzessionierten Schweizer Spielbanken angeboten werden. Die Eidgenössische Spielbankenkommission, kurz ESBK, prüft die Konzessionsanträge und führt eine öffentlich einsehbare amtliche Aufstellung der autorisierten Betreiber. Ein Online-Spielerkonto darf nur für volljährige Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz eröffnet werden.
Was «frei» bei einem 90-Tage-Angebot tatsächlich bedeutet
«Frei» kann sich auf die Teilnahmegebühr beziehen, nicht auf die Bedingungen. Ein Bonus ohne Einzahlung ist beispielsweise nicht automatisch auszahlungsfrei. Ebenso kann ein Angebot mit langer Qualifikationsdauer an einen Umsatzfaktor gebunden sein. Fehlt eine Umsatzbedingung tatsächlich, können Bonus und daraus erzielte Gewinne nach der Darstellung eines profilbezogenen Bonusüberblicks ohne Mindestumsatz ausgezahlt werden. Diese Eigenschaft muss jedoch ausdrücklich in den Aktionsbedingungen stehen.
Eine belastbare Angebotsbeschreibung nennt daher mindestens:
- die Höhe des Bonus oder den Wert der Freispiele;
- die erforderliche Mindesteinzahlung;
- den Umsatzfaktor;
- die Bemessungsgrundlage;
- die Gültigkeitsdauer;
- die Gewichtung der einzelnen Spiele;
- einen allfälligen Höchsteinsatz;
- eine mögliche maximale Auszahlung;
- die Verifizierung vor der Auszahlung;
- die Regeln für kombinierbare Aktionen.
Fehlt eine dieser Angaben, lässt sich der wirtschaftliche Wert des Angebots nicht sauber bestimmen. Eine lange Frist ersetzt keine klare Berechnung.
Umsatzfaktor und Bemessungsgrundlage
Die Abkürzungen B und B+D bezeichnen unterschiedliche Rechenmodelle. Bei 30x B wird nur der Bonusbetrag umgesetzt. Ein Bonus von CHF 100 mit 30x B erfordert somit einen qualifizierten Einsatz von CHF 3’000. Das Ergebnis ist keine Schätzung, sondern die direkte Multiplikation von Bonusbetrag und Umsatzfaktor.
Bei 30x B+D werden Bonus und Einzahlung gemeinsam als Grundlage verwendet. Ein profilbezogener Bonusüberblick nennt dafür folgende Konstellation: Einzahlung CHF 100, Bonus CHF 100 und 30x B+D. Der erforderliche Umsatz beträgt in diesem Beispiel CHF 6’000. Die Differenz zu 30x B beträgt CHF 3’000, weil nicht nur der Bonus, sondern zusätzlich die Einzahlung in die Bemessungsgrundlage einfliesst.
| Angabe | Berechnungsgrundlage | Erforderlicher Umsatz |
|---|---|---|
| CHF 100 Bonus, 30x B | CHF 100 | CHF 3’000 |
| CHF 100 Einzahlung plus CHF 100 Bonus, 30x B+D | CHF 200 | CHF 6’000 |
Diese beiden Modelle dürfen nicht gleich behandelt werden. Ein Angebot, das lediglich «30x Umsatz» ausweist, bleibt ohne den Zusatz B oder B+D unvollständig. Genau diese kleine Abkürzung entscheidet über die Höhe des erforderlichen Spieleinsatzes.
Mindesteinzahlung und Aktivierung
Eine Mindesteinzahlung ist keine Nebensache. Sie kann Voraussetzung dafür sein, dass der Bonus überhaupt gutgeschrieben wird. Bei einem Bonus ohne Einzahlung entfällt diese konkrete Aktivierungshürde, dafür können andere Einschränkungen gelten. Angebote ohne Einzahlung richten sich nach den vorliegenden Vorgaben nur an neue Konten und können auf einen Haushalt, ein Gerät oder eine IP-Adresse begrenzt sein.
Bei einem Einzahlungsbonus muss klar erkennbar sein, ob die Einzahlung selbst Teil der Umsatzberechnung wird. Das ist bei B+D entscheidend. Wird nur B verlangt, bleibt die Einzahlung ausserhalb der beschriebenen Bemessungsgrundlage. Eine Formulierung wie «Bonus bis zur angegebenen Höhe» reicht nicht aus, wenn weder Mindesteinzahlung noch Berechnungsmodell daneben stehen.
Auch die Kombination mehrerer Aktionen benötigt eine eindeutige Regel. Mehrere Boni sind unter Umständen nicht kombinierbar. Eine aktive Promotion kann die Teilnahme an einer anderen Aktion ausschliessen. Ein 90-Tage-Zeitraum darf daher nicht automatisch mit jeder weiteren Kampagne verbunden werden. Massgeblich ist die konkrete Aktionsseite des Betreibers.
Bonus-Checkliste
- Den genauen Startpunkt der 90-Tage-Frist ermitteln.
- Den Umsatzfaktor und die Bemessungsgrundlage (B oder B+D) klären.
- Die Gewichtung der gewählten Spiele prüfen.
- Mögliche Auszahlungslimits oder Maximalgewinne identifizieren.
Spielgewichtung: Der nominelle Umsatz ist nicht immer der qualifizierte Umsatz
Ein Einsatz zählt nur in dem Umfang, den die Bonusbedingungen für das jeweilige Spiel vorsehen. Standard-Slots werden in den vorliegenden Angaben mit 100 % zum Umsatz gezählt. Für Tischspiele und Live-Dealer-Spiele werden dagegen Gewichtungen von 10–20 % oder gar keine Anrechnung genannt. Blackjack und Baccarat sollen während der Bonusphase vermieden werden.
Damit kann derselbe Geldbetrag auf dem Spielkonto sehr unterschiedlich zum Fortschritt beitragen. Bei einer 100-prozentigen Gewichtung entspricht der qualifizierte Umsatz dem eingesetzten Betrag. Bei einer niedrigeren Gewichtung wird nur der festgelegte Anteil berücksichtigt. Ein Spiel mit niedriger Anrechnung verlängert deshalb den Weg zur Erfüllung der Umsatzbedingung, selbst wenn der angezeigte Kontostand unverändert wirkt.
Die Bonusseite sollte deshalb eine Liste der anrechenbaren Spiele enthalten. Relevante Angaben sind:
- vollständige Anrechnung von Standard-Slots;
- reduzierte Anrechnung von Tischspielen;
- reduzierte oder fehlende Anrechnung von Live-Dealer-Spielen;
- vollständiger Ausschluss einzelner Spielvarianten;
- Ausschluss von Blackjack oder Baccarat, sofern dies ausdrücklich festgelegt ist.
Ein Spielwechsel während der Bonusphase kann wirtschaftlich nachteilig sein, wenn die neue Kategorie nicht gleich gewichtet wird. Die Bezeichnung «Casino-Spiele» ist dafür zu ungenau. Erforderlich ist eine Zuordnung nach Spieltyp und Anrechnungsquote.
Verifizierung vor der Auszahlung
Eine erfüllte Umsatzbedingung führt nicht automatisch zur Auszahlung. Eine Auszahlung ist erst nach erfolgter Identitätsverifizierung möglich. Die Prüfung betrifft die Identität und bei einem Schweizer Online-Spielerkonto auch die Voraussetzungen für die Kontoeröffnung. Das Konto darf nur von einer volljährigen Person mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz geführt werden.
Die Altersanforderung liegt bei 18 Jahren. Seit dem 1. Januar 2019 sind Geldspiele in der Schweiz gesetzlich geregelt; für Casinospiele und Online-Spiele gilt die Altersgrenze von 18 Jahren. Der Zugang zu Online-Casinos ist Personen unter 18 Jahren verboten.
Ein Bonusangebot ohne Einzahlung darf daher nicht als allgemeines Geschenk für beliebige Besucher verstanden werden. Es gilt nur für neue Konten und bleibt an die Konto- und Teilnahmebedingungen gebunden. Werden mehrere Konten für denselben Haushalt, dasselbe Gerät oder dieselbe IP-Adresse angelegt, kann die Aktion nach den festgelegten Regeln ausgeschlossen werden.
Schweizer Recht
Online-Glücksspiele sind in der Schweiz nur über konzessionierte Anbieter der ESBK zulässig. Spieler müssen volljährig sein und ihren Wohnsitz in der Schweiz haben.
Verfall, Frist und verbleibendes Guthaben
Ein 90-Tage-Zeitraum muss eindeutig definieren, wann die Frist beginnt. Denkbare Anknüpfungspunkte sind die Aktivierung der Promotion, die Einzahlung oder die Gutschrift des Bonus. Ohne diesen Startpunkt lässt sich das Ablaufdatum nicht feststellen. Eine klare Bedingung nennt daher den Beginn, das Ende und die Folgen des Fristablaufs.
Nach Ablauf der Gültigkeitsfrist werden Bonus und zugehörige Gewinne annulliert, während die Einzahlung bestehen bleibt. Diese Trennung ist für die Kontobilanz wesentlich. Das eigene eingezahlte Guthaben verschwindet nicht allein deshalb, weil die Bonusfrist endet; der Bonusbetrag und die damit verbundenen Gewinne können jedoch verfallen.
Auch ein einzelner Einsatz über CHF 5 kann nach den vorgegebenen Marktbedingungen den gesamten Bonus und die daraus resultierenden Gewinne annullieren. Diese Klausel muss vor der Teilnahme sichtbar sein. Sie betrifft nicht nur den Bonus selbst, sondern kann auch Gewinne erfassen, die aus dem Bonus entstanden sind. Eine lange Laufzeit bietet deshalb keinen Schutz vor einer einzelnen Regelverletzung.
Freispiele können zusätzlich eine eigene Nutzungsfrist haben. Sie dürfen oft nur innerhalb einer kurzen Frist von 24 bis 72 Stunden genutzt werden. Ein 90-Tage-Zeitraum für die Gesamtaktion bedeutet somit nicht zwingend, dass jedes einzelne Element der Aktion während der gesamten Dauer verfügbar bleibt.
Auszahlungslimits und Gewinne aus Sonderaktionen
Die Auszahlung eines Bonus richtet sich nicht nur nach dem Umsatz. Gewinne aus Freispielen oder Bonus ohne Einzahlung können begrenzt sein. Die maximale Auszahlung muss deshalb ausdrücklich angegeben werden. Besonders bei einem Bonus ohne Einzahlung ist die Unterscheidung zwischen Kontoguthaben, Bonusguthaben und tatsächlich auszahlbarem Betrag erforderlich.
Ein Angebot kann also eine lange Qualifikationsdauer aufweisen und dennoch nur eine begrenzte Auszahlung vorsehen. Umgekehrt kann ein umsatzfreier Bonus ohne Mindestumsatz auszahlbar sein, sofern die Bedingungen dies tatsächlich bestätigen. Die Aussage «umsatzfrei» darf nicht stillschweigend mit «ohne weitere Einschränkung» gleichgesetzt werden.
Umsatzberechnung Freispiele
Zuerst wird der Gewinn aus den Freispielen bestimmt (z. B. CHF 12).
Der festgelegte Umsatzfaktor wird auf diesen Gewinn angewendet (z. B. 30x).
Die Multiplikation (CHF 12 × 30) ergibt den zu leistenden qualifizierten Umsatz von CHF 360.
Bei Freispielen ist zudem zu klären, ob der Nominalwert der Freispiele selbst, die daraus erzielten Gewinne oder beide Bestandteile einer Umsatzbedingung unterliegen. Bei einem Bonus ohne Einzahlung ist zusätzlich zu prüfen, ob eine Mindesteinzahlung für die Auszahlung verlangt wird. Ohne diese Angaben bleibt der ausgewiesene Bonuswert eine Werbeziffer und keine belastbare Auszahlungsangabe.
Schweizer Konzession und Altersanforderung
Für inländische Schweizer Online-Casinos ist die Konzession der zentrale rechtliche Prüfpunkt. Die Durchführung von Geldspielen ist bewilligungs- oder konzessionspflichtig. Nur Betreiber mit einer Konzession für eine stationäre Spielbank können eine Konzessionserweiterung für den Online-Betrieb beantragen. Die ESBK prüft den Antrag; bei erfüllten Kriterien wird die Lizenz ausgestellt.
Autorisierte Betreiber werden in einer öffentlich einsehbaren amtlichen Aufstellung der ESBK geführt. Die Lizenznummer eines lizenzierten Online-Glücksspielportals befindet sich normalerweise im Fussbereich der Website. Schweizer Online-Casinos müssen zudem eine .ch-Domain besitzen. Diese Angaben betreffen die rechtliche Einordnung des Angebots und ersetzen nicht die Prüfung der Bonusbedingungen.
Für die Nutzung gilt die Altersgrenze von 18 Jahren. Ein 90-Tage-Angebot darf weder diese Voraussetzung umgehen noch die Kontoeröffnung für Personen ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz ermöglichen. Die Dauer einer Promotion verändert die gesetzlichen Zugangsvoraussetzungen nicht.
Ein wirtschaftlich prüfbares Angebot besteht damit aus mehreren getrennten Bausteinen: klarer Umsatzfaktor, eindeutige Bemessungsgrundlage, offengelegte Mindesteinzahlung, nachvollziehbare Spielgewichtung, definierter Fristbeginn, Verfallsregel, mögliche Auszahlungslimits und abgeschlossene Identitätsverifizierung. Erst wenn diese Punkte zusammenpassen, lässt sich beurteilen, ob der Zeitraum tatsächlich nutzbar ist.
Was passiert, wenn die 90 Tage ablaufen?
Nach Ablauf der Frist verfallen der Bonus und die daraus entstandenen Gewinne, während das eigene eingezahlte Guthaben bestehen bleibt.
Gilt ein langer Zeitraum als Umsatzfreiheit?
Nein, ein 90-Tage-Zeitraum vergrössert nur das Zeitfenster. Die Anforderungen an den Umsatzfaktor, die Spielgewichtung und andere Bedingungen bleiben bestehen.
Sind Freispiele immer Teil der 90 Tage?
Nicht zwingend. Freispiele können eine eigene, deutlich kürzere Nutzungsfrist haben, die unabhängig vom Hauptbonus gilt.
90 Tage Qualifikationszeitraum: Bonusmodelle, Umsatzberechnung und passende Spiele
Ein 90-tägiger Qualifikationszeitraum verändert nicht die Rechenformel eines Bonus. Er verlängert lediglich die Zeit, in der die jeweilige Umsatzbedingung erfüllt werden muss. Entscheidend bleibt daher, worauf der Umsatzfaktor angewendet wird, welche Spiele zählen und ob Gewinne oder der Bonusbetrag einer Auszahlungshöchstgrenze unterliegen. Ein langer Zeitraum kann eine hohe Umsatzpflicht verteilen; er macht sie nicht kleiner.
Einzahlungsbonus: Der Bemessungsbetrag entscheidet
Beim Einzahlungsbonus stehen zwei unterschiedliche Berechnungsarten nebeneinander. Wird der Faktor nur auf den Bonusbetrag angewendet, bleibt die Einzahlung ausserhalb der Formel. Wird dagegen auf Einzahlung plus Bonus gerechnet, steigt der erforderliche qualifizierte Umsatz unmittelbar.
Ein Beispiel aus einem profilbezogenen Überblick: Bei einer Einzahlung von CHF 100 und einem Bonus von CHF 100 werden bei einem Faktor von 25x auf den Bonusbetrag CHF 2’500 Umsatz verlangt. Die Rechnung lautet:
| Bestandteil | Wert |
|---|---|
| Einzahlung | CHF 100 |
| Bonus | CHF 100 |
| Bemessungsgrundlage | CHF 100 |
| Umsatzfaktor | 25x |
| Erforderlicher Umsatz | CHF 2’500 |
Die Einzahlung ist in diesem Modell nicht Teil der Bemessungsgrundlage. Anders sieht es bei 30x auf Bonus plus Einzahlung aus. Bei einer Einzahlung von CHF 100 und einem Bonus von CHF 100 ergibt sich ein erforderlicher Umsatz von CHF 6’000. Diese konkrete Berechnung wird in einem profilbezogenen Überblick so dargestellt; sie ist deshalb als Quellenbeispiel und nicht als allgemeine Marktregel einzuordnen.
Bei einem Bonus von CHF 100 mit 30-fachem Umsatz auf den Bonusbetrag entstehen dagegen CHF 3’000 qualifizierter Einsatz. Derselbe Faktor führt also zu unterschiedlichen Ergebnissen, sobald sich die Bemessungsgrundlage ändert. Genau diese Zeile muss in den Bonusbedingungen eindeutig stehen. Die Bezeichnung „30x Umsatz“ allein reicht nicht aus.
Auch ein niedriger Faktor kann rechnerisch bindend sein. Ein profilbezogener Überblick nennt einen Bonus von CHF 50 mit 5x Umsatz und einen daraus berechneten Gesamtumsatz von CHF 250. Der Betrag ist klein, die Struktur aber dieselbe: Bonuswert multipliziert mit Umsatzfaktor. Für die Prüfung eines Angebots zählen daher nicht nur die Höhe des Bonus, sondern auch Bemessungsgrundlage, Spielgewichtung und Frist.
Freispiele: Nominalwert und Gewinn sind nicht dasselbe
Freispiele werden häufig als Zusatz zu einem Einzahlungsbonus angeboten. Der angegebene Nominalwert der Freispiele beschreibt jedoch nicht zwingend den Betrag, der ohne weitere Bedingung ausgezahlt werden kann. Massgeblich ist, ob der Gewinn aus den Freispielen selbst Umsatzbedingungen unterliegt und ob ein Auszahlungslimit vorgesehen ist.
Ein profilbezogener Überblick rechnet mit 50 Freispielen zu CHF 0.20 pro Dreh. Der Nominalwert beträgt CHF 10. Entsteht daraus ein Gewinn von CHF 12 und gilt dafür ein Umsatzfaktor von 30x, beträgt der erforderliche Umsatz CHF 360. Die Berechnung bezieht sich in diesem Beispiel auf den Gewinn aus den Freispielen:
| Bestandteil | Wert |
|---|---|
| Anzahl Freispiele | 50 |
| Wert je Dreh | CHF 0.20 |
| Nominalwert | CHF 10 |
| Gewinn | CHF 12 |
| Umsatzfaktor | 30x |
| Erforderlicher Umsatz | CHF 360 |
Für die Auszahlungskontrolle sind deshalb mehrere Fragen getrennt zu beantworten: Werden Freispiele automatisch gutgeschrieben oder muss eine Aktion aktiviert werden? Gilt der Umsatzfaktor für den Nominalwert oder für den daraus erzielten Gewinn? Besteht ein Maximalgewinn? Welche Spielautomaten sind freigeschaltet? Freispiele sind zudem oft nur innerhalb einer kurzen Frist von 24 bis 72 Stunden nutzbar. Ein 90-Tage-Zeitraum für den Hauptbonus verlängert diese Nebenfrist nicht automatisch.
Ein weiteres Rechenbeispiel stammt aus einem profilbezogenen Überblick: Bei einem Bonus von CHF 500, Freispielen im Wert von CHF 5 und 35x Bonus-Umsatz wird ein berechneter Gesamtumsatz von CHF 17’675 ausgewiesen. Die Darstellung ist als konkretes Quellenbeispiel zu lesen. Sie zeigt vor allem, dass Freispiele in die Abrechnung einbezogen werden können und die tatsächliche Bemessungsgrundlage aus den Bedingungen hervorgehen muss.
Bei einzelnen Angeboten werden Freispiele und Einzahlung getrennt behandelt. Ein profilbezogener Überblick beschreibt etwa bei Betninja eine 30x-Umsatzbedingung auf den Einzahlungsbonus und die Gewinne aus den Freispielen. Bei Betrepublic werden in derselben Quellenart 35x auf Einzahlung plus Bonus und 40x auf Gewinne aus Freispielen genannt. Für Roby Casino wird dort ebenfalls eine Trennung von 35x auf Bonus plus Einzahlung und 40x auf Gewinne aus Freispielen beschrieben. Diese Angaben sind keine einheitliche Schweizer Marktregel, sondern konkrete Angebotsbeispiele. Für die Berechnung müssen die Bonusbestandteile daher separat geprüft werden.
Bonus ohne Einzahlung: kleiner Guthabenbetrag, strenge Nebenbedingungen
Ein Bonus ohne Einzahlung setzt keine Einzahlung voraus, ist aber nicht automatisch frei auszahlbar. Ein profilbezogener Überblick nennt als Beispiel CHF 10 mit 40x Umsatz und einem Maximalgewinn von CHF 100. Der theoretisch erforderliche Umsatz beträgt damit CHF 400; zusätzlich begrenzt der Maximalgewinn den Betrag, der überhaupt zur Auszahlung gelangen kann.
Solche Angebote gelten nur für neue Konten und sind häufig auf einen Haushalt, ein Gerät oder eine IP-Adresse beschränkt. Eine Identitätsverifizierung bleibt erforderlich; eine Auszahlung ist erst nach abgeschlossener Prüfung möglich. Der Umstand, dass kein Einzahlungsbetrag verlangt wird, beseitigt weder Umsatzbedingungen noch Auszahlungsgrenze.
No-Wager-Freispiele sind ebenfalls oft auf bestimmte Spielautomaten beschränkt. Die meisten Bonusangebote ohne Einzahlung gelten für Spielautomaten. Tischspiele und Live-Dealer-Spiele können ausgeschlossen sein oder keinen Beitrag zum Umsatz leisten. Wer ein Bonusguthaben mit einem nicht zugelassenen Spiel einsetzt, erhöht den qualifizierten Umsatz nicht; bei Verstoss gegen die Bedingungen können Bonus und zugehörige Gewinne annulliert werden.
Cashback: Verlustausgleich statt Startguthaben
Cashback folgt einer anderen Logik als ein Einzahlungsbonus. Ein profilbezogener Überblick beschreibt ein wöchentliches Cashback von 10 % auf Nettoverluste bis zu einem definierten Limit. Je nach Angebot kann die Umsatzpflicht entfallen oder niedriger ausfallen. Die Berechnung knüpft damit nicht an den Bonusbetrag, sondern an den festgelegten Nettoverlust an.
Für die Prüfung eines Cashback-Angebots sind deshalb andere Punkte entscheidend:
- Welche Spiele fliessen in die Verlustberechnung ein?
- Wird der Betrag wöchentlich gutgeschrieben oder erst nach einer Abrechnung?
- Existiert ein definiertes Limit?
- Muss das Cashback umgesetzt werden?
- Wird es mit einer aktiven Promotion verrechnet oder ist eine Kombination ausgeschlossen?
Cashback ist kein Ersatz für eine klare Bonusformel. Wenn Nettoverluste, Gutschriftzeitpunkt oder Limit nicht eindeutig beschrieben sind, lässt sich der wirtschaftliche Wert nicht seriös bestimmen.
Spieleauswahl und Umsatzgewichtung
Die Spielgewichtung entscheidet darüber, wie schnell der geforderte Umsatz tatsächlich sinkt. Spielautomaten werden häufig mit 100 % angerechnet, während Tischspiele und Live-Dealer-Spiele häufig nur mit 10–20 % oder gar nicht zählen. Für eine Umsatzpflicht von CHF 3’000 bedeutet eine vollständige Anrechnung, dass CHF 3’000 qualifizierter Einsatz erforderlich sind. Bei einer nur teilweisen Gewichtung erhöht sich der tatsächlich notwendige Spieleinsatz entsprechend.
Ein profilbezogener Überblick empfiehlt Spielautomaten mit einem RTP von mindestens 96,5 % und mittlerer Volatilität. Diese Empfehlung beschreibt eine Auswahlmethode, keine Garantie für einen bestimmten Spielausgang. Als konkrete Spielautomaten lassen sich unter anderem folgende Titel einordnen:
- Book of Ra
- Gonzo’s Quest
- Super Cherry 5000
- Starburst
Ein höherer RTP beseitigt weder den Umsatzfaktor noch die Frist. Die Volatilität beeinflusst die Schwankungen während des Spiels, nicht die vertragliche Berechnung. Blackjack, Baccarat und andere Tischspiele sollten während einer Bonusphase nicht eingeplant werden, wenn die Bedingungen ihren Beitrag ausschliessen oder stark reduzieren. Dasselbe gilt für Live-Spiele, sofern die Bonusregeln keine vollständige Gewichtung vorsehen.
Ein einzelner Einsatz über CHF 5 kann den gesamten Bonus und die daraus resultierenden Gewinne annullieren. Diese Einsatzgrenze ist deshalb vor Beginn der Bonusphase zu prüfen. Sie betrifft nicht die theoretische Umsatzrechnung, sondern die Gültigkeit der gesamten Aktion. Ein rechnerisch korrekt erreichter Umsatz schützt nicht vor einer Annullierung, wenn die zulässige Einsatzhöhe überschritten wurde.
Angebotsbeispiele und ihre Aussagekraft
Konkrete Anbieterangaben illustrieren die Bandbreite, ersetzen aber keine Prüfung der jeweiligen Bedingungen. Ein profilbezogener Überblick nennt für PASINO.ch einen Willkommensbonus von bis zu CHF 500 plus 350 Freispiele. Für Vegasnow wird in derselben Quellenart ein Paket über vier Einzahlungen mit bis zu $8’000 und 500 Freispielen bei 40x Umsatz beschrieben. Die Währung und die Angebotsstruktur unterscheiden sich; eine direkte Vergleichsrechnung mit einem Schweizer CHF-Bonus wäre deshalb nicht sachgerecht.
Für CoinCasino werden in einem profilbezogenen Überblick je nach Aktion bis zu 200 % und $30’000 sowie bis zu 50 Freispiele genannt; die Umsatzbedingungen können dort bis zu 60x betragen. Auch diese Angabe ist ein einzelnes Angebotsbeispiel und keine Aussage über inländische Schweizer Online-Casinos. Ein hoher Höchstbetrag verliert wirtschaftlich an Bedeutung, wenn die Bemessungsgrundlage, die Spielgewichtung, die Frist oder die Auszahlung nicht transparent sind.
Für einen 90-tägigen Qualifikationszeitraum bleibt daher dieselbe Reihenfolge sinnvoll: zuerst Bemessungsgrundlage feststellen, danach den Umsatz ausrechnen, anschliessend Spielgewichtung und Einsatzgrenze prüfen. Erst danach lässt sich beurteilen, ob Einzahlungsbonus, Freispiele, Bonus ohne Einzahlung oder Cashback den vorhandenen Zeitraum tatsächlich nutzbar machen. Die Dauer ist eine Rechengrösse; die Auszahlung hängt an den Bedingungen.
Was bedeutet Playthrough?
Playthrough bezeichnet den Umsatz, der umgesetzt werden muss, bevor ein Bonus oder damit erzielte Gewinne ausgezahlt werden können. Bei 30x B auf einen Bonus von CHF 100 sind beispielsweise CHF 3’000 qualifizierter Umsatz erforderlich.
Was sind Umsatzbedingungen (Wagering) und Spielgewichtungen?
Umsatzbedingungen legen fest, wie oft ein Bonus, eine Einzahlung oder beides eingesetzt werden muss. Die Spielgewichtung bestimmt, wie stark einzelne Spiele zählen: Standard-Slots werden häufig mit 100 % angerechnet, Tisch- und Live-Dealer-Spiele dagegen oft nur mit 10–20 % oder gar nicht.
Was bedeutet „ohne Umsatzbedingungen“ eigentlich genau?
Das bedeutet, dass Bonus und daraus erzielte Gewinne ohne vorherigen Mindestumsatz ausgezahlt werden können. No-Wager-Freispiele sind jedoch häufig auf bestimmte Spielautomaten beschränkt.
